LTE in Österreich

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Posted on 11th August 2010 by admin

Erstmals hat T-Mobile in Österreich ein kommerziell erhältliches LTE-Modem (Long Term Evolution) vorgestellt. Der von Samsung entwickelte LTE-Stick ist etwa scheckkartengroß und damit kaum größer als ein UMTS-Stick (Universal Mobile Telecommunications System).

Der 2,6 GHz-LTE-Stick erreicht Downloadraten bis zu 97 Megabit pro Sekunde (MBit/s). T-Mobile könnte nach eigenen Angaben jederzeit mit der Vermarktung starten, es fehlen dazu aber die entsprechenden Frequenzen.

Garantierte Mindestgeschwindigkeit

Bei dem Test, der am Dienstag, 18. Mai, in Wien stattfand, erreichte der Stick bei einem 100 Megabyte (MB) großen File eine Durchschnitts-Transferrate von 26  MBit/s. Unklar ist jedoch noch, ob diese Geschwindigkeiten im kommerziellen Betrieb so angeboten und auch erreicht werden. Da die LTE-Technologie eine Differenzierung nach Geschwindigkeiten ermöglicht, ist eine dezidierte Zuweisung von Geschwindigkeiten an die User möglich.

Die Vermarktung soll nicht mehr mit „Bis zu“-Geschwindigkeiten erfolgen sondern mit garantierten Mindestgeschwindigkeiten. Rüdiger Köster, Technikchef von T-Mobile sagt dazu: „Wie im Flugzeug wird es eine Unterscheidung zwischen Gold, Silber und Bronze geben.“ Die Gold-Klasse erhält immer ihre garantierte Geschwindigkeit, die billigen Plätze müssen bei einer Netzüberlastung warten und surfen entsprechend langsamer.

Frequenzen fehlen

Der Hemmschuh an der Markteinführung von LTE sind aber die fehlenden Frequenzen in Österreich. In Innsbruck läuft seit vergangenem Jahr ein Feldversuch mit LTE. Dort könnte T-Mobile nach eigenen Angaben sofort starten und innerhalb von zwei Jahren LTE in ganz Österreich anbieten, schwerpunktmäßig dort, wo man mit UMTS an die Grenzen stoße.

Um diesen Ausbau zügig voranzutreiben, fordert Robert Chvátal, Geschäftsführer von T-Mobile Austria, eine Frequenz-Auktion nach deutschem Vorbild: „Wir plädieren in Österreich für eine gemeinsame und zügige Vergabe der Frequenzen der digitalen Dividende mit einer Verlängerung der aktuell verwendeten 900/1800 Megahertz (MHz) Frequenzen.“

Bis 2015 sind bestehende 900/1800 MHz-Frequenzen in Österreich für GSM-Mobilfunk (Global System for Mobile Communications) reserviert. Die Öffnung dieser Frequenzen für neue Technologien würde die Mobilfunkanbieter in die Lage versetzen, LTE und nachfolgende Technologien den Usern anzubieten.

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