Apple hat gerade erst sein iPad auf den Markt gebracht – jetzt kämpft die Konkurrenz um den Anschluss und die Entwicklung eigener Tablets. Nach Dell, HP und einigen asiatischen Herstellern denkt nun offenbar auch Nokia über einen eigenen flachen Rechenzwerg nach.
Vor allem der IT-Analyst Ashok Kumar von Rodman Renshaw, der sich auf vertrauliche Branchengespräche beruft, verdichtete die Gerüchte um den finnischen Handyhersteller.
Nokia schweigt bisher zu dem Thema
Nach dem erfolgreichen iPad-Start von Apple und dem noch nicht veröffentlichten HP Slate will nun auch Nokia auf dem Tablet-Markt Fuß fassen. Das behauptet zumindest der Analyst Ashok Kumar, der gute Kontakte zu Technologie- und Handylieferanten pflegt. Details zu einem möglichen Funktionsumfang sind allerdings noch unbekannt.
Der finnische Handyhersteller wollte sich zu diesem Thema bisher nicht äußern. Dennoch gibt es vor allem ein konkretes Anzeichen, das für einen Einstieg auf dem Tablet-Markt spricht: Im Februar 2010 stellten Nokia und Intel das gemeinsame Multitouch-Betriebssystem Meego vor, dieses soll „ein noch größeres Spektrum internetfähiger Geräte und neue Kommunikationserlebnisse für User ermöglichen, auch auf völlig neuartigen Geräten“, sagte Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo bei der Vorstellung im Februar.
Nokia versucht Verluste im Handymarkt auszugleichen
Bereits 2009 wagte Nokia mit einem eigenen Netbook den Einstieg in einen konzernfremden Bereich. Das Nokia Booklet 3G kam allerdings viel zu spät auf den Markt und konnte wenig Erfolg verbuchen. Ein Grund für derartige Neuorientierungen des finnischen Konzerns sind die Einbußen auf dem Stammgeschäft, dem Handymarkt.